Francoise Hetto-Gaasch, ehemalige Luxemburgische Ministerin für Chancengleichheit, derzeit Abgeordnete der Parlamentarischen Versammlung des Europarates und Initiatorin der Resolution 2079 (2015), erläuterte ihre Beweggründe, sich für die Belange von Vätern und vor allem Kindern einzusetzen und Reformen des Familienrechts auf europäischer Ebene zu fordern. Nicht nur in Deutschland hat sie viele Fälle erlebt, in denen nach einer Trennung Väter aus dem Leben ihrer Kinder verdrängt wurden und den Kindern der Vater fehlte. Dies ist nicht im Interesse der Kinder und sollte daher vermieden werden. Darum war sie sehr erfreut, dass die Resolution 2079 einstimmig angenommen wurde und aus vielen europäischen Staaten ein positives Feedback erhalten hat. Resolutionen der Parlamentarischen Versammlung des Europarates sind rechtlich nicht bindend - sie stellen jedoch einen starken moralischen Appell dar. Die Einführung der Doppelresidenz im Zuge der Cochemer Praxis wird allerdings in Deutschland wohl noch eine Weile auf sich warten lassen.
Im Interview mit Markus Witt, Bundesvorstand des Väteraufbruch für Kinder e.V. wird das Thema von verschiedenen Seiten beleuchtet.
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